12. Januar 2021

Apple HomePod mini Test

⏱Lesezeit: 7 Minuten

Schon seit dem Release des HomePods wird er von vielen sehnlichst erwartet: der HomePod mini. Nun hat Apple ihn fast drei Jahre später endlich auf den Markt gebracht, und wir verraten euch heute, ob sich der Kauf lohnt.

Der Lautsprecher

Dem großen HomePod wird bereits nachgesagt, einen großartigen Sound zu liefern. Mit dem Bus-Lautsprecher und fünf Hochtönern kann der große HomePod gezielt den Klang formen und an die Umgebung anpassen. Das hat seinen Preis, Apple möchte für den HomePod 320 € haben, für die meisten zu viel, um mehr als einen davon im Haus stehen zu haben.

Mit dem HomePod mini ändert sich jetzt einiges, das Gerät ist nicht nur in den Abmessungen kleiner, es bietet hardwareseitig auch weniger Funktionen. Größter Unterschied: Im HomePod mini befindet sich ausschließlich ein Lautsprecher, welcher von zwei passiven Bassmembranen unterstützt wird. Dabei ist der HomePod mini allerdings trotzdem noch ein 360°-Lautsprecher.

Das akustische Design unterscheidet sich beispielsweise grundlegend von dem Amazon Echo Dot der vierten Generation.

Das ist nur noch einen Lautsprecher gibt, bedeutet aber auch – kein Stereo Sound und keine Anpassung an den Raum.

Die genauen Leistungsdaten gibt Apple nicht heraus, sinnvoll wäre das aber ohnehin nicht wirklich, denn der HomePod mini optimiert den Klang trotz alledem immer so, dass der Lautsprecher ideal genutzt wird. Wie sich der HomePod mini anhört, dazu kommen wir noch.

Die Abmessungen entsprechen passenderweise exakt denen vom neuen Echo Dot, allerdings ist die Kugel von Apple von allen Seiten gleich.

Im Gegensatz zum großen HomePod, wird der HomePod mini nicht mit einer iPhone-CPU, sondern mit dem S5-Chip aus der Apple Watch betrieben. Die Leistung reicht trotzdem vollkommen aus, immerhin sind die Uhren von Apple schneller als so manches Smartphone.

Wie schon angesprochen, dieser Chip hat auch genügend Power, um die Musik und den wiedergegebenen Ton dauerhaft zu analysieren und ideal auf die physikalischen Eigenschaften des Lautsprechers anzupassen.

Die Materialwahl ist beim HomePod mini ähnlich wie beim HomePod. Das speziell für Audio-Geräte entwickelte Mesh-Netz sieht gut aus und fühlt sich auch gut an. Beide HomePod-Größen sind weiterhin in Space Gray und weiß erhältlich.

Obendrauf gibt es weiterhin eine Status-LED, die einem anzeigt, ob Siri gerade zuhört oder nicht, außerdem kann hier auch direkt die Lautstärke verändert werden. Hier hat sich Apple allerdings für ein anderes Layout entschieden als beim großen HomePod. Auch die Tasten für die Lautstärke haben keine eigene Beleuchtung mehr bekommen, dies ist wohl auch dem geringeren Platz geschuldet. Ansonsten lässt sich die Fläche genauso nutzen wie auch beim herkömmlichen HomePod.

Ein weiterer großer Unterschied zwischen den beiden HomePods ist die Stromversorgung, beim großen HomePod ist das Netzteil integriert, beim HomePod mini befindet sich ein 20 W USB-C Netzteil im Lieferumfang. In beiden Fällen ist das Kabel jedoch fast am HomePod befestigt.

Immerhin schön, die Farbe des Kabels entspricht der Farbe des HomePods. Nur das Netzteil ist immer in Weiß gehalten.

Der Klang des HomePod mini

Trotz seiner geringen Größe klingt der HomePod minis wie ein deutlich größeren Lautsprecher. Je nach Lautstärke und Umgebung ist der Sound wirklich kraftvoll, auf voller Lautstärke versteht man sich schon fast nicht mehr. Natürlich bietet der HomePod mini allerdings nicht das gleiche Klangerlebnis, wie dies beim großen HomePod der Fall ist.

Für das frühmorgendliche Radiohören oder zum gelegentlichen Partymachen in der Küche reicht der Sound vollkommen aus.

Dabei ist der Sound nicht zu vergleichen mit ähnlichen Konkurrenten wie von Amazon, und auch schwierig zu vergleichen mit herkömmlichen Bluetooth-Lautsprechern. Dank der automatischen Analyse und Optimierung des Klangbildes erhält man einen sehr unterschiedlichen Eindruck, je nachdem welche Musikart man gerade hört. So fällt beispielsweise auf, dass man keinen Equalizer oder Limiter aggressiv eingreifen lässt, wie dies bei einem herkömmlichen Lautsprecher der Fall wäre. Hier haben die Audio-Ingenieure bei Apple ganze Arbeit geleistet.

Hey Siri,…

Natürlich ist auf dem HomePod Siri zu Hause, dies ist auch beim HomePod mini nicht anders. Siri ist in den letzten Jahren, im Vergleich zur Konkurrenz, leider nicht besser geworden. Anwendungsentwickler-Möglichkeiten gibt es nach wie vor nur sehr begrenzt, und das Wissen wurde zwar auf Englisch deutlich erweitert, im Deutschen fehlt es allerdings oft an Details.

Ein ganz großes Problem, welches ebenfalls alle Sprachen bis auf Englisch betrifft, ist die Tatsache, dass der HomePod die Bewohner eines Hauses nicht voneinander unterscheiden kann. Persönliche Abfragen fallen somit bei einem gemeinsam genutzten HomePod komplett weg. Dazu gehören aber nicht nur Kalendereinträge, sondern zum Beispiel auch die Erstellung von Erinnerungslisten, oder das Abspielen von Favoriten-Playlisten.

Hier muss Apple dringend nacharbeiten und diese Funktion auch für Deutschland herausbringen.

Siri ist weiterhin auch nicht in der Schweiz und Österreich verfügbar, somit ist der HomePod mini auch in beiden Ländern nach wie vor nicht im Handel erhältlich.

Trotzdem kann man mit Siri viele Aufgaben erledigen, Musik hören, und ganz wichtig: Haus-Automation und HomeKit-Geräte steuern.

Aktuell stammt die Musik allerdings ausschließlich von Apple selbst, mittels Apple Music oder der Apple iCloud-Musik-Bibliothek. Musik von Drittanbietern wie Spotify ist aktuell nicht möglich, allerdings soll sich dies in absehbarer Zeit ändern. Unter anderem wird Amazon Music demnächst verfügbar sein. Auf Spotify wird man noch warten müssen – für Musiker ist Apple Music aber ohnehin die deutlich bessere Wahl.

HomePod mini: Die neue HomeKit-Zentrale

Mit dem HomePod mini hat Apple außerdem ein neues Produkt herausgebracht, welches man in einem Smart Home als Zentrale nutzen kann. Für diese Funktion brauchte man bisher entweder einen Apple TV, den großen HomePod oder ein iPad, welches immer zu Hause ist. Egal wie, für einen Apple TV gibt man mindestens 150 € aus. Mit dem HomePod mini bekommt man nun also die günstigste HomeKit-Zentrale.

Das bedeutet auch, dass sich die Reichweite von eurem HomeKit-Netzwerk tendenziell deutlich erweitert. Bluetooth-Geräte können angesprochen werden, auch wenn ihr nicht direkt in der Nähe seid. Und umso mehr HomePods ihr in euer Haus stellt, desto besser wird die Situation.

Außerdem unterstützt der neue HomePod mini auch das neue Smart Home-Protokoll Thread. Dieses wurde von verschiedenen Unternehmen zusammen entwickelt, um im Smart Home-Bereich ein neues vermaschtes Netz zu entwickeln, welches geräteübergreifend funktioniert. Der HomePod mini kann hier also als Zentrale genutzt werden, eine zusätzliche Bridge wäre dann nicht notwendig.

Fazit

Mit dem HomePod mini kommt endlich ein HomePod auf den Markt, welchen sich die breite Masse leisten kann, und den man sich eben auch mehrfach kaufen kann. Somit kann Siri nun endlich im ganzen Haus verfügbar sein. Über die Funktionen von Siri kann man sich weiterhin streiten, hier muss Apple noch nacharbeiten. Auch, dass die Stimme von unterschiedlichen Bewohnern nicht unterschieden werden kann, ist auf Deutsch nach wie vor ein Problem. Im Vergleich zu anderen Produkten, beispielsweise von Amazon, ist der Klang allerdings deutlich besser und auch das Verständnis von Siri ist in den meisten Fällen besser. Musikhören macht hier also deutlich mehr Spaß und es lohnt sich umso mehr, die 40 € mehr in die Hand zu nehmen.

Auch gelten bei Apple grundsätzlich andere Datenschutzvorstellungen, was die Benutzung grundsätzlich etwas unbedenklicher macht.

Wer ein iPhone besitzt, wird mit dem HomePod mini viel Spaß haben. Er ist die ideale Medienergänzung.

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Fynn Trenkner

B.Sc. Fynn Trenkner hat einen Bachelor in Informatik und ist unser Redaktionsleiter. Er beschäftigt sich mit Apple, Smart Home, Audiotechnik, Gaming und einigem mehr. Außerdem ist er das Seele und Gesicht von unserem YouTube Kanal.

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