Wie testet man eigentlich die WLAN-Geschwindigkeit? Diese Frage wollen wir heute einmal beantworten und zeigen euch genau, wie ihr vorgehen könnt.
Wie so oft führen mehrere Wege nach Rom. Grundsätzlich muss erst einmal geklärt werden, ob ihr tatsächlich die Geschwindigkeit des eigenen WLAN-Netzes testen möchtet, oder doch die Geschwindigkeit, die euer Internet-Provider euch bis zur Haustür liefert.
Testen der Internetgeschwindigkeit
Für das Testen der Internetgeschwindigkeit benötigt ihr im besten Falle einen Computer, welcher mittels LAN-Kabel an euren Router angeschlossen ist. So kann sichergestellt werden, dass ihr tatsächlich die am Router anliegende Internetgeschwindigkeit testet und nicht die Verbindung zwischen Router und eurem Computer oder Handy das Problem ist.
Für das Testen der Internetgeschwindigkeit stehen mehrere Tools im Internet bereit, wir empfehlen euch allerdings, einfach auf eine entsprechende Webseite zu gehen. Selbst Google bietet einen entsprechenden Dienst an.
Besonders beliebt und weltweit bekannt ist die Seite speedtest.net. Die Seite arbeitet mit Unternehmen weltweit zusammen, um eine möglichst direkte Verbindung zu ermöglichen. Anhand eurer IP-Adresse und des Pings an mehrere Server in der Umgebung wird so die ideale Verbindung ermittelt. Nachdem der ideale Server ausgewählt wurde, führt die Seite einen Speed Test durch.
Um einen Referenzwert zu haben, raten wir euch dazu, wahlweise einen anderen Server oder einen anderen Dienst zu verwenden, um das Ergebnis zu verifizieren.
Einen ebenfalls empfehlenswerten Dienst bietet der deutsche Internet-Provider Vodafone an, hier kommt ihr zum Speed Test.
Angaben mit Leistungsversprechen überprüfen
Die von euch gemessenen Internet-Geschwindigkeiten könnt ihr natürlich auch dazu verwenden, um die gemessenen Ergebnisse mit den vertraglich vereinbarten Leistungen zu vergleichen. Beachtet hierbei auf jeden Fall, dass ihr euren Computer wie angegeben mit einem Kabel direkt an den Router angeschlossen habt.
Eine gewisse Toleranz ist hierbei ganz normal, dies kann an der Uhrzeit und der damit verbundenen Auslastung liegen, oder auch mit Leistungsspitzen beim Speed Test-Service zusammenhängen.
Sollte die Differenz zwischen der gemessenen und der vertraglich vereinbarten Geschwindigkeiten mehr als 10 % betragen, raten wir euch, euch mit eurem Internet-Provider in Verbindung zu setzen.
Gerade bei DSL-Anschlüssen, aber auch bei Kabelanschlüssen, kommt es öfter zu einer Differenz. Dies sollte so nicht sein und sollte von einem Techniker überprüft werden.
Stimmen die Angaben mit dem Leistungsversprechen überein, eure Internetverbindung ist aber trotzdem zu langsam, kann das an der normalen Verbindungsart liegen, zum Beispiel einer zu langsamen WLAN-Geschwindigkeit. Es kann aber auch vorkommen, dass euer Vertrag eine nur sehr geringe Bandbreite vorsieht, dann solltet ihr prüfen, ob es eine schnellere Verbindung für eure Adresse gibt. Dies könnt ihr über die Webseiten der jeweiligen Netzbetreiber erledigen.
WLAN-Geschwindigkeit messen
Stimmt die anliegende Geschwindigkeit des Internetanschlusses mit den Angaben des Netz-Providers überein, eure Internetverbindung ist aber trotzdem zu langsam, kann dies zum Beispiel an der WLAN-Geschwindigkeit liegen.
Grundlegend gibt es zwei Faktoren, die die Geschwindigkeit des WLAN-Netzes definieren:
- Der verwendete Standard
- 2,4 GHz / 5 GHz
- WLAN-Standard a,b,g,n oder ac
- MIMO-Technologie
- Die Empfangsstärke
- Je weiter die räumliche Entfernung, desto langsamer die Verbindung
Wenn man im Internet nach „WLAN-Geschwindigkeit messen“ sucht, findet man oft Anleitungen zum Ausmessen der Verbindung mit Tools und mehreren Computern.
Fakt ist aber, dass zum Nutzen der WLAN-Verbindung sowohl der WLAN-Access Point als auch das Empfangsgerät dauerhaft die Verbindung überwachen. Andernfalls wäre eine Kommunikation nicht möglich. Statt aufwendiger Installationen und Tests, raten wir euch dazu einfach einmal in die Einstellungen eures WLAN-Routers zu gehen.
In der Regel werden hier bereits die verwendeten Standards und auch die Geschwindigkeit angegeben.
Hier seht ihr ein Beispiel anhand einer FRITZ!Box.

Links werden die Geräte angezeigt, auf der rechten Seite die technischen Details.
Ergebnisse auswerten
„Band“ steht dabei für die verwendete Frequenz, wobei 5 GHz grundsätzlich deutlich höhere Übertragungsraten ermöglicht, allerdings eine nicht so gute Reichweite bietet. Die Spalte „Datenraten“ gibt dabei bereits das an, wonach wir in diesem Fall gesucht haben.
Je höher hier der Wert ist, desto besser ist die WLAN-Übertragung selbst. Der Pfeil nach unten steht dafür für die Download-Geschwindigkeit für das Gerät, der Pfeil nach oben für die Upload-Geschwindigkeit.
Wer noch mehr Informationen sucht, findet diese in der Spalte „Eigenschaften“. Ganz links wird dabei der verwendete Standard angegeben. Am besten sollte hier, wenn dies das Gerät überhaupt unterstützt, „WLAN ac“ stehen. Die hinteren Angaben gehen auf MIMO ein, hier werden gleich mehrere Antennen zum Senden und Empfangen benutzt. 2 x 2 steht dabei für zwei Antennen, vorhanden beim Apple TV, HomePod und iPhone im Beispiel. Teure Notebooks haben teilweise noch mehr, das MacBook Pro nutzt beispielsweise 3 x 3, also drei Antennen gleichzeitig.
Anhand der Angaben könnt ihr so feststellen, ob ihr eher an einem zu schwachen Signal leidet, was auf der linken Seite zu sehen wäre, oder ob euer Gerät beispielsweise keinen modernen WLAN-Standard mehr unterstützt.
Auch die Einstellungen sind gerne ein Problem und können oft separat für das WLAN zurückgesetzt werden. So könnt ihr zu den Werkseinstellungen zurückkehren und die Leitung des WLAN-Routers ideal nutzen.
Wie ihr beispielsweise den WLAN-Empfang verbessern könnt, haben wir euch hier erklärt.
Sollte nicht der Empfang, sondern eher der verwendete Standard ein Problem sein, prüft, ob euer Gerät oder euer Router überhaupt neue Standards unterstützen. Sollte dies nicht der Fall sein, kann hier eine Neuanschaffung eine deutliche Verbesserung bringen.
Auch interessant ist natürlich, wie sich der WLAN-Empfang verhält, wenn ihr an eine andere Stelle eurer Wohnung oder eures Hauses geht. So könnt ihr Funklöchern auf die Schliche kommen und diese gezielt bekämpfen.
Kurzgesagt
Für das Prüfen eurer WLAN-Geschwindigkeit benötigt weder mehrere Computer noch spezielle Software. Stattdessen könnt ihr einfach in den Einstellungen eures WLAN-Access Points oder WLAN-Routers nachschauen, in der Regel wird hier die Leistung der WLAN-Verbindung angegeben. Da diese Angaben live gemessen werden, hat dies recht viel mit der Realität zu tun, es handelt sich hierbei nicht um Herstellerangaben. Bewegt ihr euch an einen anderen Platz im Haus, könnt ihr durch ein Aktualisieren der Seite auch einen aktualisierten Wert abrufen.
Alternativ könnt ihr selbstverständlich auch im WLAN einen Speed Test durchführen. Um hier eine Referenz zu haben, raten wir euch allerdings, mindestens einmal einen Test an einem Kabel durchgeführt zu haben.
Keine Produkte gefunden.
