Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, mit welchen Mainboards man eine Wasserkühlung verwenden kann.
Vorweg: Was ist eine Wasserkühlung?
Eine Wasserkühlung dient zur Kühlung der CPU eures Computers. Im Gegensatz zur klassischen Luftkühlung wird hier nicht direkt ein Lüfter auf die CPU montiert, sondern die sogenannte Abwärme mittels Wasser zu einem mit einem Lüfter ausgestatteten Radiator umgeleitet. Eine ähnliche Technik wird beispielsweise auch in Autos verwendet. Der Vorteil liegt unter anderem darin, dass nicht nur ein, sondern gleich mehrere Lüfter zum Kühlen des Wassers und damit der CPU verwendet werden können, was auch bei höheren Temperaturen der CPU für leisere Lüftergeräusche sorgen kann.
Sie sind insbesondere auch dann oft im Einsatz, wenn man seinen Prozessor übertakten möchte, wodurch eine deutlich erhöhte Abwärme-Leistung entsteht. Diese Leistung kann von einer normalen Lüftung nicht mehr abgeführt werden, stattdessen setzt man dann auf eine Wasserkühlung.
Das müsst ihr wissen!
Dazu gibt es ein paar Grundvoraussetzungen, die ihr wissen solltet. Welche CPU-Kühlung ihr verwenden könnt, ist nicht je nach Hersteller unterschiedlich, sondern je nach verwendetem CPU-Sockel und damit CPU-Modell und Hersteller. Vorwiegend gibt es die beiden Hersteller Intel und AMD.
Bei Intel sind die CPU-Sockel nach der Anzahl der vorhandenen Kontakte benannt: Sockel (LGA) 1155, 1700, 1151 und so weiter.
Bei AMD tragen die Sockel andere Namen, Beispiele sind: AM2, AM3, AM3+, TR4 …
Wichtig: CPU und Mainboard müssen zueinanderpassen.
Die CPU-Sockel unterscheiden sich aber nicht nur im Namen, sondern auch in der Baugröße. Das hat zur Folge, dass es verschiedene Bohrungen gibt, die unterschiedlich weit auseinander liegen können, je nachdem welchen Sockel ihr auf eurem Mainboard vorfindet.
Wie finde ich meinen Sockel heraus?
Wenn ihr euch einen Computer neu zusammenbaut, ist die Wahl der CPU und damit des Mainboards noch vor euch. Hier müsst ihr ohnehin darauf achten, dass beide Produkte zueinander kompatibel sind, sprich den gleichen Sockel verwenden. Dieser steht sowohl bei der CPU als auch beim Mainboard in der Regel mit im Namen des Produktes.
Wenn ihr bei eurem PC eine Wasserkühlung nachrüsten wollt, aber nicht wisst, welche CPU oder welchen Sockel ihr habt, geht wie folgt vor:
- Ladet euch das Tool CPU-Z hier herunter und installiert es.
- Nach der Installation führt ihr das Tool aus.
- Ihr seht nun eine Übersicht über alle technischen Informationen eurer CPU.
- In der Zeile „Package“ seht ihr den Sockel, den eure CPU und damit auch euer Mainboard hat.
Wie finde ich eine passende Wasserkühlung?
Nachdem ihr nun also wisst, welchen Sockel euer Mainboard hat, könnt ihr euch auf die Suche nach einer passenden Wasserkühlung machen. Aktuelle Modelle sind dabei mit fast allen am Markt erhältlichen CPU-Sockeln kompatibel, es befinden sich in der Regel verschiedene Aufsätze und Mechaniken im Lieferumfang, die eine Montage ermöglichen.
Wenn ihr bereits eine Wasserkühlung verwendet habt und diese von einem älteren Computer in einen neueren umbauen wollt, kann das möglicherweise nicht funktionieren. Die neueren Sockel waren dann früher noch nicht bekannt und eure Wasserkühlung ist damit entsprechend nicht kompatibel. Von dem Versuch, eine Wasserkühlung trotzdem umzuziehen, raten wir dringend ab.
Nicht nur bei der CPU und beim Mainboard werden Sockel angegeben, auch bei der Wasserkühlung ist das der Fall. Allerdings wird hier in der Regel nicht nur eine kompatible Variante angegeben, sondern gleich mehrere Sockel, möglicherweise sogar von mehreren Herstellern. Schaut hierzu in das Datenblatt oder in die Beschreibung der jeweiligen Wasserkühlung.
Welche Unterschiede gibt es bei Wasserkühlungen?
Abgesehen von den kompatiblen CPU-Sockeln gibt es aber natürlich noch weitere Eigenschaften, die Wasserkühlungen voneinander unterscheiden.
Für den normalen Verbraucher gibt es bereits vormontierte Wasserkühlungen, welche aus einem Radiator, einer Pumpe und entsprechenden Schläuchen bestehen. Hier müsst ihr bei der Installation auch kein Wasser in das System einfüllen, da dies bereits von Werk an der Fall ist. Profis bauen sich ihre Wasserkühlungssysteme selbst, beziehen dann allerdings oft nicht nur die CPU mit ein, sondern beispielsweise auch die Grafikkarten oder den Arbeitsspeicher. Die Kosten für ein solches System liegen deutlich über den vormontierten Lösungen, und sind nur von Spezialisten zu installieren.
Wir beschränken uns jetzt hier auf vormontierte Wasserkühlungen.
Einer der am offensichtlichsten Unterschiede ist die Anzahl der Radiatoren, also die Anzahl an Lüfter, mit denen die Wasserkühlung das Wasser herunterkühlt. Hier gibt es einfache, zweifache und dreifache Radiatoren, mit unterschiedlichen Durchmessern. Passt hier auf, welches Modell in euer Gehäuse passt. Außerdem geben die Hersteller in der Regel auch an, welche Abwärme von der Wasserkühlung abtransportiert werden kann. Wenn ihr etwa eure CPU übertakten wollt, ist das ein Wert, auf den ihr schauen solltet.
Weiterhin ist es je nach Modell und Hersteller unterschiedlich, ob ihr die Wasserkühlung gezielt steuern könnt oder ob ihr die Lüfter der Wasserkühlung einfach an die Lüftersteuerung eures Mainboards anschließt. Letztere Modelle haben in der Regel den Nachteil, dass ihr hier die Geschwindigkeit der Pumpe nicht einstellen könnt, wodurch diese immer ein konstantes Geräusch verursacht. Könnt ihr mit einer Software die Pumpe hingegen steuern, oder abhängig von der CPU-Temperatur machen, ist euer PC oft im Leerlauf noch mal ein wenig leiser.
Dann gibt es natürlich auch visuelle Unterschiede, je nach Hersteller sehen die Wasserkühlungen etwas unterschiedlich aus, außerdem gibt es beleuchtete und unbeleuchteter Systeme, das ist Geschmackssache.
Worauf müsst ihr noch achten?
Neben den bereits benannten Unterschieden gibt es aber auch Synergieeffekte, die herstellerspezifisch sein können. Baut ihr euch einen Computer neu zusammen, und wollte nicht nur eine Wasserkühlung, sondern zum Beispiel auch ein weitergehendes Lüfter-Management verwenden, so lohnt es sich in der Regel, beides vom gleichen Hersteller anzuschaffen. Somit benötigt ihr dann später zur Steuerung nur eine und nicht mehrere Softwarelösungen.
Das Gleiche gilt zum Beispiel auch, wenn ihr euren Computer mit LEDs bunt beleuchten wollt. Hier lohnt es sich sehr, die Hardware von einem Hersteller zu beziehen, um die komplette Beleuchtung in einer Software steuern zu können.
Welche sind die besten Wasserkühlungen?
Wie schon beschrieben, gibt es nicht die eine perfekte Wasserkühlung, dies hängt immer von eurer CPU, eurem Mainboard und eurem Gehäuse ab. Außerdem natürlich davon, ob ihr eine beleuchtete Wasserkühlung haben möchtet, oder eben nicht.
Wir haben euch einige der beliebtesten Wasserkühlungen herausgesucht.
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