DPI Maus: Was ist das?

DPI Maus: Was ist das?

Vielleicht ist euch schon mal die Einheit „DPI“ bei PC-Mäusen über den Weg gelaufen. Wir erklären euch heute, was die DPI-Angabe bei Mäusen bedeutet, und worauf ihr achten müsst.

DPI Maus – Das bedeutet der Wert

Einfach ausgeschrieben bedeutet DPI „dots per inch“ also „Punkte pro Inch“. Oder anders gesagt: DPI gibt an, wie viele Messpunkte auf einem Inch (entspricht 2,54 cm) liegen.

Dementsprechend bedeuten 4000 DPI bei einer Maus, dass auf 2,54 Zentimeter 4000 Messungen vorgenommen werden.

Aber: Die Verwendung ist nicht klar geregelt. Gibt ein Hersteller einer Maus einen DPI-Wert an, meint dies in der Regel die Messgenauigkeit des verbauten Sensors. Taucht dieser Wert hingegen in einer Software oder Einstellung auf, ist damit gemeint, wie viele Pixel die Maus wandert, bei der Bewegung von 2,54 cm.

DPI-Angabe bei einer Maus

Gibt ein Hersteller bei einer PC Maus einen DPI-Wert an, handelt es sich hierbei in der Regel um eine Angabe, welche die Auflösung des Sensors beschreibt. Bei einer herkömmlichen „Laser-Maus“ bewegt sich dieser Wert zwischen etwa 400 und 1200 DPI.

Normalerweise gibt es keinen Grund, sich mit der DPI der Maus zu beschäftigen, die Geschwindigkeit der Maus könnt ihr nach Belieben über einen Multiplikator verlangsamen und erhöhen. Dieser ist in jedem gängigen Betriebssystem bereits in den Maus-Einstellungen integriert und wird in der Regel als Maus- oder Zeichengeschwindigkeit bezeichnet.

Doch für wen sind die Angaben wichtig? Wichtig kann diese Angabe sein, wenn ihr einen Tisch oder eine Unterlage verwendet, die besonders glatt ist. In der Regel handelt es sich hierbei um Glastische oder um texturlos geschliffene Steintische. Eine Maus mit einer geringen DPI kann z.B. auf einem Glastisch keine Unterschiede erkennen. Ist dies der Fall, kann die Maus keine Bewegung mehr erkennen – der Zeiger bewegt sich gar nicht oder springt über den Bildschirm.

Premium-PC-Mäuse, wie die der MX Series von Logitech, haben deshalb eine besonders hohe Sensorauflösung. Mit 4000 DPI kann die Maus auch eine Struktur auf einer Glasoberfläche erkennen und funktioniert hier also genauso, wie jede andere Maus auf einer anderen Oberfläche.

DPI Maus Apple Magic Mouse
Apple Magic Mouse Bild: @JosieElias via Twenty20

Es kann aber auch Anwendungen geben, in denen eine sehr genaue Maus Vorteile bietet. Grafiker zum Beispiel können eine hohe Auflösung gebrauchen, wenn ein Objekt sehr genau platziert werden muss oder eine Pinselführung exakt sein muss. Typische Anwendungen sind Illustrator oder Photoshop.

Die Zielgruppe, die aber wohl am meisten auf die DPI-Zahlen schaut, ist die Gaming-Community. Hier wird versucht, sich mit einer Maus mit extrem hohen DPI-Raten einen Vorteil zu verschaffen. 2000 – 16000 DPI sind hier keine Seltenheit.

Doch Achtung, mehr ist nicht immer besser. Es gibt Gaming-Mäuse mit z.B. 32000 DPI, nur sind dies oft nur durch Interpolation erreichte Werte, die tatsächliche DPI des Sensors kann extrem viel niedriger liegen. Gerade chinesische / asiatische Hersteller wollen so Kunden locken, doch die Qualität lässt hier oft zu wünschen übrig.

Manche Mäuse haben sogar eine zusätzliche DPI-Taste, mit der die Auflösung umgestellt werden kann. Hardwareseitig ist dies aber nur bei den wirklich teuren Mäusen der Fall. Günstigere Modelle rechnen den Hardware-Wert selbst um, oder ein auf dem PC installierter Treiber übernimmt diese Aufgabe.

Mit verschiedenen DPI-Werten auf Knopfdruck kann man so zum Beispiel auf sehr kurzer Strecke eine große Bewegung auf dem Bildschirm auslösen, um reaktionsschnell auf den Gegner im Spiel reagieren zu können, oder es wird ein sehr präziser Modus aktiviert.

Wie viel DPI hat meine Maus?

Diesen Wert gibt dir der Hersteller deiner Maus im Datenblatt an. Ob der Wert interpoliert ist oder den tatsächlich Sensordaten entspricht, kannst du oft nur schwer herausfinden.

DPI auf dem Bildschrim

Könnt ihr in einer Software den DPI-Wert eurer Maus verändern, verändert ihr in der Regel keine Einstellung in der Hardware, sondern ändert einen Multiplikator. Dieser setzt sich zusammen aus der tatsächlich von der Maus gemessenen Bewegungsdaten, so wird die Geschwindigkeit des Zeigers auf dem Bildschirm verändert.

In der Regel gilt:

Je niedriger die angegebene DPI-Zahl, desto weiter müsst ihr die Maus bewegen, um dieselbe Strecke auf dem Bildschirm mit dem Zeiger zu gehen, oder anders gesagt, der Zeiger wird langsamer.

Je höher die DPI-Zahl ist, desto kürzer müsst ihr die Maus bewegen, um dieselbe Strecke mit dem Cursor zu absolvieren, der Zeiger wird also schneller.

Für Gamer kann es interessant sein, während des Spielens den Wert schnell zu ändern. Deswegen haben einige Mäuse eine DPI-Taste. Das Ziel ist es, aus einer schnellen dynamischen Bewegung heraus schnell auf einen genauen, präzisen Modus umzustellen. In einem Shooter beispielsweise kann dies ein Ablauf aus schnellem Bewegen, Verstecken und dann genauem Zielen sein, um den Gegner zu treffen. Anschließend wird der Modus wieder gewechselt, um sich wieder schnell bewegen zu können.

Auf wie viel DPI ihr den Wert dafür jeweils stellen müsst, ist nicht so leicht zu beantworten. Dies solltet ihr am besten einfach selbst ausprobieren und die perfekte Mischung aus Schnelligkeit und Präzision für euch finden. Auch die angesprochenen Profile können nützlich sein, um in verschiedenen Situationen perfekt vorbereitet zu sein.

Bezüglich der DPI-Zahl, die eine Gaming-Maus haben sollte: nicht unter 2000 DPI, aber auch nicht zu unrealistisch viel. Der DPI-Wert sollte hier mit dem Preis steigen, denkt also nicht, dass 16000 DPI immer auch 16000 Hardware-DPI sind. Normalerweise sollten 4000 – 8000 DPI reichen, wenn euch die Möglichkeit des Umschaltens denn überhaupt interessiert.

Interessant ist dann noch, mit welcher Bandbreite die Maus an euren Computer angeschlossen ist. Habt ihr einen insgesamt eher höheren DPI-Wert, fallen entsprechend deutlich mehr Daten an. Die Folge ist, dass man eine höhere Bandbreite benötigt. Aus diesem Grund sind die meisten Gaming-Mäuse nicht per Funk angeschlossen, sondern kabelgebunden. Außerdem solltet ihr davon absehen, die Maus an einen USB-Hub anzuschließen, da das die Reaktionsgeschwindigkeit verlangsamen kann.

Zusammengefasst

Die DPI-Angabe bei Mäusen steht in der Regel für die Empfindlichkeit des Sensors. Normale PC-Benutzer müssen sich um diesen Wert in der Regel keine Gedanken machen, bei der Verwendung spezieller Oberflächen hat eine Maus mit höheren DPI-Angaben jedoch Vorteile. Auch für spezielle Anwendungen, wie zum Beispiel Photoshop, kann eine entsprechende Maus einen Vorteil haben.

Die Zielgruppe, die aber am meisten Interesse an diesem Thema hat, sind die Gamer. Durch das schnelle Verändern von DPI-Werten können hierbei in Spielen Vorteile gegenüber dem Gegner errungen werden.

Ist der DPI-Wert in einer Software veränderbar, handelt es sich in der Regel um einen Multiplikator und nicht um eine Veränderung der Hardware-Einstellungen. Der Multiplikator verändert die Geschwindigkeit des Zeigers, die Präzision der Maus nimmt aber nicht zu.

Grundsätzlich hat die Geschwindigkeit der Maus aber nichts mit dem DPI-Wert zu tun. Das sollte euren Kauf also nicht beeinflussen.

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@amynapaloha via Twenty20

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